Erste Maßnahmen

Der erste Schritt ist die Verständigung des Haus- oder Notarztes. Nur ein Arzt ist befugt, nach einer Untersuchung den Tod eines Menschen festzustellen und die erforderlichen Sterbepapiere auszustellen. Bei einem Sterbefall, der sich in einem Pflegeheim oder Krankenhaus ereignet, übernimmt das Personal die Verständigung des Arztes.

Am darauffolgenden Werktag ist die Anzeige des Sterbefalls beim zuständigen Standesamt notwendig. Das Standesamt verständigt dann automatisch weitere Behörden, beispielsweise das Landesamt für Statistik, das Gesundheitsamt, Ermittlungsbehörden oder aber die seit 2012 eingerichtete Zentralstelle für hinterlegte Testamente.

Benötigte Unterlagen

Diese Dokumente sind für die Erledigung aller weiteren Schritte notwendig:

  • Personalausweis des Verstorbenen
  • Bei Ledigen und Minderjährigen: standesamtliche Geburtsurkunde
  • Bei Verheirateten: Auszug aus dem Familienbuch oder Geburts- und Heiratsurkunde
  • Bei Geschiedenen: rechtskräftiges Scheidungsurteil, Geburts- und Heiratsurkunde mit Scheidungsvermerk oder Auszug aus dem Familienbuch
  • Bei Verwitweten: Auszug aus dem Familienbuch mit Sterbeeintrag des Ehepartners, Geburtsurkunde oder Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des Ehepartners
  • Versichertenkarte der jeweiligen Krankenkasse
  • Rentenbescheid (Versicherungsnummer)
  • Sonstige Versicherungspolicen, z. B. Lebensversicherung
  • Mitglieds- oder Beitragsbücher sonstiger Verbände und Organisationen, die Sterbegelder oder Beihilfen gewähren
  • Bestattungsvorsorgevertrag
  • Testament oder Hinterlegungsschein für Amtsgericht oder Notar
  • Grabstellennachweis
  • Legatsvertrag über gärtnerische Grabpflege
  • Alle vom Arzt ausgestellten Dokumente, insbesondere den Totenschein

Wenn einzelne Dokumente oder Urkunden nicht mehr vorliegen sollten, helfen wir gerne, diese zu besorgen.